Die Geschichte von St. Albert Offenhausen
KURZE GESCHICHTE IN ZAHLEN UND FAKTEN
30.04.1933 Einweihung der ersten Kirche
04.03.1953 Einweihung der zweiten Kirche
1956 Pfarrei St. Albert wird zur Stadtpfarrei erhoben und erhält einen eigenen Priester
1956 – 1974 Pfarrer Wilhelm Schmid Erster Pfarrer der Pfarrei St. Albert
Okt – Nov.1974 Pfarrer Richard Steiner
1974 – 1981 Pfarrer Ottmar M. Kästle
Febr. – Juni 81 Vakant
11.11.1984 Einweihung der dritten Kirche
1981 – 1986 Pater Heinrich Eichler
1986 – 1990 Pfarrer Franz Xaver Weiher
1990 – 2006 Pfarrer Deininger
2006 wird St. Albert Offenhausen zur Pfarreiengemeinschaft
St. Johann Baptist -St. Albert unter der Leitung von Herrn Dekan Pfarrer Markus Mattes zusammengeschlossen.
Die knapp 80jährige Kirchengeschichte von St. Albert Offenhausen
Die knapp 80jährige Kirchengeschichte von St. Albert Offenhausen beinhaltet einige Höhen und Tiefen der Gemeinde, denn es steht inzwischen schon die dritte kath. Kirche in nur 80 Jahren in Offenhausen.
DIE ERSTE KIRCHE
Im Jahre 1930 lebten ca. 800 Katholiken in Offenhausen und Pfuhl. Sie gründeten unter dem Vorsitz von Blasius Güntner am 26.06.1932 einen Kirchenbauverein. Am 30.04.1933 konnte die Benediktion dieser „Notkirche“ aus leichter Holzbauweise durch H.H. Gerneralvikar Prälat Dr. Josef Eberle gefeiert werden. Es war eine Filialkirche, der Neu-Ulmer St. Johann-Baptist Kirche.
(Standort: heutige Tankstelle in Offenh.)

Die Innenausstattung, d.h. die Kreuzesgruppe mit den fast lebensgroßen Figuren Maria mit dem Kind am linken Seitenaltar und der Hl. Albertus Magnus am rechten Seitenaltar und der Kreuzweg wurden von Bildhauer Ludwig Ade aus Ulm 1936 geschaffen.
Am 04.03.1945, einem Sonntag ging diese Kirche nach einem Brandbombeneinschlag in Flammen auf, jedoch konnte die Innenausstattung gerettet werden.

DIE ZWEITE KIRCHE
Wegen der Währungsreform und dem daraus folgenden Geldverlust des Kirchenbauvereins konnte erst am 30. März 1952 durch Bischof Freundorfer der Grundstein für eine 2. Kirche geweiht werden, welche dann
am 04. März 1953 geweiht wurde. 
Im Jahre 1956 wurde St. Albert dann zur Stadtpfarrei erhoben und Pfarrer Wilhelm Schmid (Bild unten Mitte) als erster Stadtpfarrer von St. Albert in sein Amt eingeführt.

Der Kreuzweg wurde von Ludwig Ade restauriert und am 23.3.1958 von einem Franziskanerpater vom Ulmer Klösterle geweiht. Damit ist dieser Kreuzweg mit einem besonderen Ablass verbunden, der dem Franziskanerorden als päpstliches Privileg verliehen wurde.
DIE GLOCKEN UND DER TAUFSTEIN
Am 16.8.1958 vollzog dann auch Dekan Waibel die Weihe der Glocken. Es sind 5 Glocken:


Die Christ König Glocke wiegt 2100 kg und hat den Ton c, ,die Marienglocke wiegt 1150 kg und hat den Ton es, die St. Albertus Magnus Glocke wiegt 820 kg und hat den Ton f, die St. Michael Glocke wiegt 600 kg und hat den Ton g die Totenglocke (Josefsglocke) wiegt 400 kg und hat den Ton b. Gesamtgewicht 5070 kg
Die lebenden Rufe ich, die Toten beklage ich, die Blitze breche ich, Mit diesem Spruch hat man schon im Mittelalter die Aufgaben der Kirchenglocken umschrieben.
Ein vom Bildhauer Willi Veit aus Lindau gestalteten Taufstein aus fränkischem Juramarmor mit einem Wellenband und einem aus Kupferblech getriebenen Deckel mit biblischen Szenen wurde für die Kirche er worben.
Die Szenen auf dem Deckel stellen die Heilung des Blindgeborenen, die Heilung des Tauben und die Heilung des Aussätzigen, sowie die Auferweckung des Lazarus, dar. Auch im Deckel sind die Szenen durch die Wellenbänder, als Symbol für die vier Paradiesströme unterteilt.
Wegen des sandigen Untergrundes und der schlechten Bausubstanz wurde im September 1982 die zweite Kirche St. Albert eingerissen und neu aufgebaut.
Von der zweiten Kirche bleiben nur Chor und Turm. Der Chorraum ist jetzt die Kapelle

DIE DRITTE KIRCHE
Durch Bischof Dr. Josef Stimpfle wird am 11.11.1984 die dritte Kirche, ein moderner Eckbau mit angeschlossenem Pfarrzentrum und Pfarrbüro mit Wohnungen geweiht.

Die Figuren und die Kreuzigungsszene sind aus der ersten Kirche.
Die farbige Gestaltung der Kirche in den Keimfarben Rot, Blau, Violett und Orange stammt vom Kirchenmaler Erwin Wiegerling. Den Altar aus Granitstein aus der bayerischen Oberpfalz und den Tabernakel erstellte der Ebenhausener Bildhauer Reinhold Alexander Grübel. Im Altar befinden sich Reliquien des heiligen Märtyrers Bartholomäus Chong (Koreanischer Märtyrer) und des heiligen Priesters Johannes Maria Vianney (Pfarrer von Ars)eingesenkt.
Der Altar in der Kapelle wurde von Bischof Josef Stimpfle am 02.03.1986, im Rahmen einer Priesterweihe in St. Albert, geweiht und ein Steinstück aus dem Petrusgrab in Rom als symbolischer Baustein und für die geistige Einheit mit der ranghöchsten Kirche eingefügt.
Ein Jahr später konnte sich Pater Eichler bei Papst Johannes Paul II. bei einer Privataudienz persönlich für den Stein bedanken.
Im Jahre 2006 wurde Pfarrer Deininger in den Ruhestand verabschiedet und im September 2006 wurde St. Albert Offenhausen zur Pfarreiengemeinschaft mit St. Johann-Baptist unter der Leitung von Herrn Dekan Pfarrer Markus Mattes zusammengeschlossen.
Priester und Ordensberufe aus unserer Pfarrgemeinde:
Schwester Leonie M. Schilly (Orden der armen Franziskanerinnen) Profess: 30.05.1940.
Schwester Waldemaris (Missionsschwester der Steyler Mission) Profess:1963
Priesterweihe Karl Miller 1964 in Rom
Priesterweihe Gottfried Küster 30.6.85. Heimatprimiz 11. Juli 85.
Priesterweihe Wolfgang Rauch Mai 1995. Heimatprimiz 14. Mai 1995
Priesterweihe Dr. Gerhard Höppler 05. Mai 2002.
Norbert Ritter
Gemeindereferent